Mit dem Motorrad auf der Rennstrecke

by Hardy - Chief Cave Officer
Motorrad Versicherung

Mit dem Motorrad auf der Rennstrecke – zahlt meiner Versicherung?

Nach einem Motorradunfall zahlt die Versicherung. Davon gehst du aus, wenn du dich für eine Motorrad-Haftpflicht und bestenfalls für eine zusätzliche Teil- oder Vollkaskoversicherung entscheidest. Doch es gibt Ausnahmen, die im Kleingedruckten stehen und die du vor allem im Bezug auf Besuche einer Rennstrecke kennen solltest.

Motorrad-Haftpflicht: Kostenübernahme bei Motorradunfall auf der Rennstrecke?

Bei Fahrten auf Rennstrecken ist die Versicherung nicht verpflichtet, die Kostenerstattung nach einem Unfall zu übernehmen. Der Ausschluss gilt auch, wenn du einen Motorradunfall auf der Rennstrecke bei einer Übungsfahrt hast. Beim Besuch einer Rennstrecke geht der Versicherer davon aus, dass du an Hochgeschwindigkeitsfahrten teilnimmst. Es ist äußerst schwierig, der Versicherung zu beweisen, dass der Motorradunfall auf der Rennstrecke nicht durch die Teilnahme oder die Vorbereitung auf eine Höchstgeschwindigkeitsfahrt passiert ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. Weist ein Veranstalter ein Fahrsicherheitstraining als solches aus und es kommt zu einem Unfall auf Rennstrecken, kann die Versicherung – egal ob Haftpflicht oder Vollkasko – die Kostenübernahme nicht verweigern.

Fahrtraining auf Rennstrecken – welche Versicherung wichtig ist

Die Motorrad-Haftpflicht zahlt nur die Schäden, die dem Unfallgegner durch dein Verschulden entstehen. Bei einem Motorradunfall auf der Rennstrecke würdest du auf den Schäden an deinem Motorrad sitzen bleiben. Wie bereits kurz angeschnitten, sind Fahrtrainings auch auf Rennstrecken in der Versicherung inkludiert, wenn der Veranstalter sein Event als Training ausweist. Eine Grundbedingung ist, dass dein Motorrad eine Straßenzulassung hat und dass du die Rennstrecke nicht besuchst, um an Höchstgeschwindigkeitsfahrten teilzunehmen. Für nicht zugelassene Dirt- und Pit-Bikes gilt dieser Versicherungsschutz nicht. Hier kannst du einen Motorradunfall auf der Rennstrecke oder auf Cross-Strecken nur versichern, in dem du eine zusätzliche Rennstrecken-Versicherung abschließt.

Die Leistungen und Haftungsbedingungen bei Rennstreckenbesuchen

Damit dich ein Motorradunfall auf der Rennstrecke nicht teuer zu stehen kommt, solltest du beim Abschluss einer Rennstrecken-Versicherung genau prüfen, welche Leistungen vertraglich garantiert werden. Auch wenn du über eine Vollkaskoversicherung verfügst, die grundsätzlich für alle Schäden am eigenen Motorrad aufkommt, kann der Vertrag einen Haftungsausschluss für einen Motorradunfall auf der Rennstrecke enthalten. In diesem Fall kann dich das Unwissen und das Fehlen einer zusätzlichen Rennstrecken-Versicherung schnell eine fünf- bis sechsstellige Summe kosten. Um bei einem Motorradunfall auf der Rennstrecke optimal versichert zu sein, schließt du vor geplanten Fahrten auf Rennstrecken eine Versicherung für Motorradsportler und / oder Rennfahrer ab. Auch wenn die Prämien enorm sind: Nur eine spezielle Rennstrecken-Versicherung verschafft dir Kostensicherheit, sollte es zu einem Motorradunfall auf der Rennstrecke kommen.

Zulassung nötig – oder nicht?

Lässt du dein Motorrad nicht zu, besteht keine Versicherungspflicht. Dass Fahrten auf öffentlichen Straßen in diesem Fall illegal sind, bedarf keiner gesonderten Erwähnung. Du willst mit deinem Bike – weil es sich um ein laut Straßenverkehrsordnung nicht im öffentlichen Straßenverkehr zugelassenes Motorrad handelt, ausschließlich Auf der Rennstrecke fahren. Eine Motorrad-Haftpflicht und auch die Vollkasko für straßenzugelassene Maschinen sind preiswert. Doch in diesem Fall musst du wissen, dass du trotz eine abgeschlossenen Versicherung bei einem Motorradunfall auf der  Rennstrecke nicht versichert bist. Das gilt sowohl für die Teilnahme an illegalen Rennen, als auch für nicht angemeldete Motorräder, mit denen du auf Rennstrecken fährst. Die Prämien zahlst du in diesem Fall umsonst und wenn du verunfallst, bleibt die Kostenübernahme mit Verweis auf die fehlende Zulassung aus.

Zusatzklauseln bei Rennstrecken-Versicherung aushandeln

Die einzige richtige Entscheidung für Fahrten auf Rennstrecken ist eine Versicherung, die speziell für Rennfahrer und Motorradsportler gilt. In den meisten Fällen wird die Rennstrecken-Versicherung als Zusatzversicherung abgeschlossen, da sie im Umkehrschluss zur Motorrad-Haftpflicht nur bei einem Motorradunfall auf der Rennstrecke und nicht bei Unfällen im Straßenverkehr zahlst. Beim Vertragsabschluss solltest du darauf achten, dass die Rennstrecken-Versicherung eine Klausel zur Kostenübernahme bei Hochgeschwindigkeitsfahrten UND der Teilnahme an Rennen beinhaltet. Kommt es zu einem Motorradunfall auf der Rennstrecke, können die Schäden und die damit verbundenen Kosten sehr hoch sein. Es empfiehlt sich, mit dem Haftpflicht- und Vollkaskoversicherer einen Tarif auszuhandeln, der den eigenen Ansprüchen und der geplanten Nutzung der Rennstrecke entspricht. Viele Versicherer bieten so genannte Zusatzpakete an, mit denen du zu den Versicherungen im Straßenverkehr eine zusätzliche Rennstrecken-Versicherung abschließen kannst.

Tipp: Entscheidest du dich für ein Angebot deines Versicherers, sind die Kosten bei der Aufstockung des Vertrags häufig günstiger als bei Fremdversicherungen.

Fazit: Versichert oder nicht versichert? Die Gratwanderung beim Motorradunfall auf der Rennstrecke

Viele Motorradfahrer gehen davon aus, dass die Vollkaskoversicherung einen Rundumschutz für jeden selbst verschuldeten Unfall darstellt. Doch wenn du einen Motorradunfall auf der Rennstrecke hast und keine spezielle Rennstrecken-Versicherung abgeschlossen hast, kann es teuer werden. Passiert der Motorradunfall auf der Rennstrecke zum Beispiel bei einem Training, musst du bei einem klassischen Versicherungstarif den Beweis erbringen, dass dein Besuch der Rennstrecke nicht der Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten diente. Das funktioniert nur, wenn der Veranstalter das Event explizit als Fahrtraining deklariert. Willst du hingegen zum Spaß auf der Rennstrecke unterwegs sein oder an Motorsportevents teilnehmen, brauchst du eine Rennstrecken-Versicherung. Da ein Motorradunfall auf der Rennstrecke teuer werden kann, solltest du die Versicherungssumme und die Versicherungsleistungen ganz präzise aushandeln.

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